Diamantpreise

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Ein Beleg, den ich gerne anbringe, wenn es darum geht, dass Diamanten keine lohnenswerte Investition, sondern eher ein Retail-Produkt seien, ist das System, nach dem ihr Preis berechnet wird.

Die Grundregeln

Für alle Diamanten gibt es ein paar allgemeine Grundregeln.
Erstens berechnet sich der Preis eines Diamanten pro Karat.  Also, nehmen wir einmal an, ein 0.50 Karat Diamant kostet $1400 pro Karat. Dann läge der Preis des Steins dieses Diamanten bei $1400 * 0.50 oder $700. Zweitens erhöht sich der Preis pro Karat mit der Erhöhung der Gewichtskategorien.
Demzufolge steigen Diamantenpreise exponentiell mit dem Gewicht aufgrund des vermehrten Gewichts einerseits und der steigenden Preise pro Karat in höheren Gewichtsklassen andererseits.

Die Bedeutung der Kategorien 

Ich betone Kategorien, weil Sie irrtümlicherweise annehmen könnten, dass die Preise pro Karat kontinuierlich mit dem Gewicht steigen, aber das ist nicht der Fall.
Da Diamanten Retail-Produkte sind, deren Kauf nicht vom Verstand, sondern eher von Emotionen gesteuert wird, ist ein 0.99ct Diamant nur ungefähr 1% mehr Wert als ein ähnlicher Diamant, der 0.98ct wiegt. Aber ein 1.00ct Diamant ist um die 20% mehr Wert als ein ähnlicher 0.99ct Diamant. Warum ist das so?
Vielleicht weil Sie jetzt behaupten können, es sei ein „1 Karat Diamant“ oder vielleicht weil es sich jetzt um eine runde Zahl handelt. Wer weiß.  Aber bei Diamanten geht es immer um Gefühle. Diese besondere Eigenart des Geschäfts ist der einzige Grund dafür, warum es so viele schlecht geschliffene Diamanten auf dem Markt gibt.

Wie das Schleifen den Preis beeinflusst

Bei einem 20% Preissprung von einem 0.99ct Diamanten zu einem 1.00ct Diamanten, können Sie sich vorstellen, dass ein Schleifer bei dem Versuch den Diamanten zu verschönern, seinen Job verlieren würde, wenn er beim Schleifen dieses 0.01ct verlieren würde.
Vielleicht wäre der Diamant durch den schöneren Schliff nur 15% weniger Wert, aber so oder so, wäre es ein großer Verlust. Diese Art der Preismanipulation, um eine bestimmte Gewichtsklasse halten zu können, hat sich bei vielen der weltgrößten Diamantenproduzenten zu einem extremen Ausmaß entwickelt.
Sie nehmen Rohdiamanten mit Durchmessern, die eigentlich nur für die Produktion eines 0.75ct-0.85ct Diamanten verwendet werden sollten (mit einem richtigen Schliff, um die Brillianz zu maximieren), stattdessen aber belassen sie sie über 0.96ct um sie schließlich als 1ct Diamant an die führenden Juwelierketten wie Kay oder Zales zu verkaufen.
Auch wenn sie diese Diamanten zu einem starken Rabatt verglichen mit einem gut geschliffenen 1ct Diamanten verkaufen müssen, werden diese immer noch mit einem erheblichen Aufschlag im Vergleich zu gut produzierten 3/4ct Diamanten verkauft.
Für eine graphische Darstellung des Phänomens des „Preisspringens“, sehen Sie sich das Diagramm unten an.

Diamond Prices from 0.08ct to 1.00ct

Diamantpreise von 0.08ct bis 1.00ct

Im Hinblick auf die Preisgestaltung gibt es zwei grundlegende Kategorien von Diamanten – solche, die auf der Rapaport Diamant-Preisliste stehen und jene, die nicht dort aufgelistet sind.

Was ist die Rapaport Preisliste?

Laut Wikipedia „begann Martin Rapaport seine berufliche Laufbahn als Steinespalter und Rohdiamantensortierer in Antwerpen“, Belgien.
1975 begann er rohe und polierte Diamanten in New York City zu vertreiben. 1978 entwickelte er die Rapaport Preisliste, von der manche behaupten, sie reflektiere nicht die wahren Preise.
Seitdem hat er viele Unternehmen in der Diamantenindustrie gegründet, die seinen Namen tragen, einschließlich einer elektronischen Diamantenbörse für Diamantenhändler (RapNet und INDEX) und veröffentlicht die neuesten Nachrichten rund um Diamanten in Print- und Onlineformaten.

Die Rap-Liste verstehen

Die Rapaport Diamanten-Preisliste („Rap-Liste“) erscheint wöchentlich am Freitag, jedoch gibt es nicht jede Woche neue Informationen.
Sie dient als Leitfaden für die Preisberechnung von grundsätzlich allen losen Diamanten, die als Einzelsteine verkauft werden, (im Gegensatz zu Diamanten, die zu mehreren verpackt verkauft werden) in der Regel SI3 oder besser in ihrer Reinheit und K oder besser in ihrer Farbe (obwohl die Preisliste Preise für die Farben L und darunter anbietet sowie für I1 und niedrigere Reinheitskategorien, werden diese nur selten in der Industrie benutzt).

Sie werden selten einen Diamanten mit der Note I1 für seine Reinheit sehen, der mit einem Zertifikat verkauft wurde. Wie ich in dem Artikel über die Reinheit eines Diamanten dargestellt habe, ist es keine Kleinigkeit, dass James Allen sich entschlossen hat GIA zertifizierte I1 Diamanten online zu verkaufen. Es gibt nur wenig Leute, die dies tun.

Warum Unternehmen ihre Zertifikate verlieren

Intelligente Unternehmen in der Industrie verkaufen niemals GIA zertifizierte I1 Diamanten, weil sie wissen, dass sie diese für einen besseren Preis ohne das Zertifikat verkaufen können (und somit ohne die Rapaport Preisliste als Leitfaden heranzuziehen).
Wann immer sie die Note I1 für die Reinheit eines Diamanten bekommen, für den sie eigentlich die Note SI2 erwartet hatten, schmeißen sie das Zertifikat einfach weg und geben vor, es existiere gar nicht.

Wie liest man die Rapaport Diamant-Preisliste?

Wenn Sie auf das Bild einer „Beispiel-Rap-Liste“,klicken, sehen sie vier verschiedene Raster.  Jedes steht für eine andere Größenkategorie.  Die vier Kategorien in diesem Beispiel sind 0.90-0.99, 1.00-1.49, 1.50-1.99 und 2.00-2.99.
Jedes Raster ist eine Matrix aus Farbe und Reinheit. Um den „Rap Preis“ für einen bestimmten Diamanten zu finden, braucht man drei Informationen: die Größenkategorie, die Farbe und die Reinheit.
Die Preise werden immer in Hunderten angegeben. Wenn Sie zum Beispiel einen 1.55 ct, H (Farbe) und SI 1 (Reinheit) Diamanten haben, dann würde der „Rap Preis“ für diesen Diamanten bei $7.600 pro Karat liegen. Jedoch ist die Ermittlung des Rap-Preises für Ihren Diamanten erst der Anfang der Preisberechnung des Diamanten.

Preisnachlässe und Aufpreise

Die wahre Kunst bei der Preisberechnung ist das Aushandeln eines Nachlasses von dem Rap-Preis oder eines Aufschlages. In den meisten Fällen werden Diamanten mit einem Preisnachlass von dem Rap-Preis gehandelt. Diese Zahl ist es letztendlich um die zwei Diamantenhändler feilschen.
Bleiben wir einmal bei unserem Beispiel mit dem 1.55, H (Farbe) SI 1 (Reinheit) Diamanten.
Diese drei Charakteristiken (Farbe, Reinheit und Gewicht) bringen Sie nur zu einem Grundpreis. Ab jetzt werden die Dinge sehr viel subjektiver.  Faktoren, die bei der Ermittlung des Rabatts auf den Rap-Preis ins Spiel kommen könnten, können zum Beispiel sein: Fluoreszenz, Schliff, kleine Einschlüsse, Glanz des Materials und Farbqualität.

Was bedeutet „20 weniger“ oder „20 drunter“?

Wenn unser Beispieldiamant einen exzellenten Schliff hätte und SI 1 ein sehr schönes SI1 wäre, das kaum sichtbar an der Seite des Diamanten läge und die H Farbe wirklich wie ein G aussähe und es keine Fluoreszenz gäbe, dann könnte der Diamant für 20% oder zumindest 15% weniger als den tatsächlichen Rap Preis verkauft werden (im Diamantenjargon spricht man hier von „20 weniger“ oder „20 drunter“).
Das ist die Zahl über die verhandelt wird.  Das heißt, wenn ein Verkäufer versucht diesen Diamanten zu „15 weniger“ zu verkaufen, könnte der Käufer ihn nur für „20 drunter“ kaufen wollen.  Um den tatsächlichen Preis zu berechnen, muss dieser Prozentsatz von dem Rap-Preis abgezogen werden.
In unserem Beispiel wäre das: „20 unter“ $7,600 pro Karat, $7,600 * (100%-20%) oder $7,600 * 0.80, was ein Preis von $6,080 bedeuten würde.  Als nächstes müsste man diesen Preis mit dem Gewicht multiplizieren um den Endpreis auszurechnen ($6080 * 1.55 = $9,424) .

Versteckte Werte

Jetzt schauen Sie sich noch einmal das Beispiel von der „Rap-Liste“ an. Schauen Sie genau hin. Fällt Ihnen da nicht etwas seltsames auf? Die Unterschiede zwischen nebeneinanderliegenden Preisen in jeder Matrix sind alles andere als einheitlich.
Zum Beispiel liegt der Unterschied zwischen einem 1ct G (Farbe) VS2 (Reinheit) Diamanten und einem 1ct H (Farbe) VS2 (Reinheit) Diamanten bei ganzen $1000. Aber der Unterschied zwischen demselben G VS2 und einem 1ct F VS2 liegt nur bei $500!
Fragen Sie mich nicht, warum das so ist. Im Diamantengeschäft geht es selten um Sinn und Verstand. Doch ein erfahrener Diamantenhändler kann Ihnen dabei helfen diese Ungereimtheiten aufzudecken und die versteckten Werte in dem Preisraster zu finden. Zum Beispiel lohnt es sich in unserem Fall eindeutig nicht von einem H (Farbe) VS2 (Reinheit) eine Kategorie höher zu einem G (Farbe) VS2 (Reinheit) zu gehen, da dies unverhältnismäßig mehr kosten würde. Und wie bereits in dem Artikel über die Farbe erwähnt, sind Farbhochstufungen ihr Geld selten wert.

Farbe und Reinheit

Eine interessante Folge dieses ganzen auf der Rap-Liste basierenden Geschäfts ist, dass der Farbe und der Reinheit viel zu viel Gewicht bei der Preisberechnung beigemessen wird.
Objektiv betrachtet ist ein G (Farbe) SI1 (Reinheit) mit einem idealen Schliff und einem günstig gelegenen Einschluss schöner als ein G (Farbe) VS2 (Reinheit) mit einem durchschnittlichen Schliff. Und ein G SI1 super-idealer Stein (wie zum Beispiel ein Brian Gavin Signature Stein) wäre noch viel schöner.
Wenn wir bei diesem Fall bleiben und einen 1ct Diamanten nehmen, dann läge der Preis für einen G SI1 mit einem idealen Schliff (und keinerlei sonstiger Mängel) bei ungefähr „25 weniger“ oder $6100 * 0.75 = $4575 pro Karat. Aber ein G VS2 mit einem durchschnittlichen Schliff würde vielleicht „35 drunter“ oder $7200 * 0.65 = $4680 kosten.
Nach allen Berechnungen ist der „25 weniger“ SI1 ein viel schönerer Diamant als der „35 weniger“ VS2 und trotzdem ist der VS2 teurer. Deswegen ist es so wichtig jemanden zu haben, der einem hilft, insbesondere was die einzelnen Faktoren und ihrenWert bei der Preisberechnung betrifft. Wenn jemand etwas von dem versteht, was er tut, kann er einen enormen Wert herausholen.

Alternativen zu der Rap-Liste

Im Laufe der Jahre gab es in der Industrie mehrere Versuche Alternativen zu der Rapaport Preisliste zu schaffen. An der Rap-Liste gibt es viel zu kritisieren.
Niemand weiß welche Methodik dahinter steckt und Martin Rapaport hat selbst finanzielle Interessen an Diamanten, das heißt hier gibt es einen klaren Interessenkonflikt. Eine der stärksten unter den jüngsten Bestrebungen einen neuen Preisstandard in der Industrie zu schaffen kam von der INDEX-Firma.

IDEX

Ähnlich wie Rapaport bietet INDEX eine online B2B Industriediamanten-Börse neben der Veröffentlichung von Industrieanalysen an. Anders als die Rap-Liste jedoch, ist ihre Methode zur Preisberechnung für Diamanten, genannt INDEX Diamantpreis-Report, komplett transparent. Ihre Preisliste gewann die Unterstützung von einigen großen Diamantenhändlern, doch bis jetzt stößt sie auf dem breiteren Markt auf viel Widerstand.

Diamant-Retail-Maßstab

Neben dem Diamantpreis-Report, veröffentlicht INDEX eine weitere Kunden fokussierte Liste, genannt der Diamant-Retail-Maßstab. Wie die Rap-Liste bietet der DRB einen hochrangigen Standardpreis an, auf den noch ein Preisnachlass berechnet werden sollte, um auf den Endpreis für den Kunden zu kommen. Zur Liste gelangt man hier, jedoch wird es schwer sein ihr brauchbare Informationen zu entnehmen, ohne zu wissen, welchen genauen „Rabatt“ man überhaupt für seinen Diamanten bekommen kann.

Was ist mit Diamanten, deren Preis ohne die Rapaport-Liste berechnet wird?

So gut wie alle anderen Diamanten, die kein Zertifikat haben und deswegen nicht als Einzelstücke verkauft werden, werden gemäß eines „Paket-Preises“ verkauft. Dies ist ein Preis pro Karat für das Gewicht der erstandenen Diamanten unabhängig von der Anzahl der ausgewählten Diamanten.
Da es keine Liste gibt, die die Grundpreise vorgibt, ist das Verstehen dieser Preise weitaus komplizierter und man benötigt jahrelange Erfahrung, um den Wert eines Pakets angemessen ermitteln zu können.

Experten vertrauen

In der Tat waren die Mitarbeiter bei Leo Schachter keine Experten für alle Formen und Größen. Die Berechnung von Diamant-Paketpreisen ist so komplex und erfordert so viel Erfahrung, dass die Firma am Ende Managern erlaubte, Experten für spezifische Formen und Größen zu werden. Es gab einen Manager für Princess und Emerald Schliffe, für Brillianten 0.99 ct und höher, für Brillianten unter 0.90 ct und für andere ausgefallene Formen. Das ist für die meisten von Ihnen nicht so relevant, da Sie besser damit fahren, einen zertifizierten Diamanten zu kaufen, außer Sie haben jemandem, dem Sie vollkommen vertrauen können und der Ihnen einen Diamanten ohne Zertifikat verkauft.

 


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